
Die Landfrauen im Bezirk Altenkirchen hatten zum Geburtstag in das Bürgerhaus in Gieleroth eingeladen. Im, von Uta Räder, festlich dekorierten Saal konnte die Vorsitzende Anka Seelbach viele Gäste begrüßen, darunter das Ehrenmitglied Marga Rörig und die vormalige Vorsitzende Bärbel Schneider.
Den Reigen der Grußworte eröffnete die Kreisvorsitzende des Landfrauenverbandes „Frischer Wind e.V.“ Gerlinde Eschemann. Ihr folgten der Beigeordnete der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld Rainer Düngen in Vertretung für den Verbandsbürgermeister Fred Jüngerich und die Hausherrin und Bürgermeisterin von Gieleroth, Katja Schütz.
Gegründet 1964 im Hotel „Weißgerber“ in Altenkirchen hat sich der Landfrauenverein stetig weiterentwickelt. Zuerst ging es „nur“ um die Frauen, die in der Landwirtschaft arbeiteten bis heute zu den Frauen, die auf dem Land leben. Die Landfrauen haben ein breites Betätigungsfeld, das sich von gesunder Ernährung über soziales Engagement bis hin zur Digitalisierung erstreckt. Längst geht es nicht nur um Koch, Backen und Stricken. Zoom-Konferenzen, Facebook, überhaupt der Umgang mit den neuen Medien sind für die Landfrau von heute eine Selbstverständlichkeit. Und auch politisch erheben sie ihre Stimme, bekunden Solidarität mit den Bauern, stehen für Demokratie und gegen Hass und Hetze und fordern mehr Rechte für die Frauen, z.B. im Iran.
So bat Seelbach: „Am 9. Juni sind Europa- und Kommunalwahlen. Ich wünsche mir, dass ihr alle eure Kreuzchen bei den demokratischen Frauen macht, die den Mut haben zu kandidieren.“
Mit diesem Statement leitete sie über zum unterhaltsamen Teil der Veranstaltung. Die Altenkirchner Landfrauen hatten sich etwas Besonderes für ihren Geburtstag einfallen lassen und die Kabarettistin
Anka Zink
eingeladen. Die gebürtige Bonnerin ist Gründungsmitglied des Bühnen-Ensembles „Springmaus“ in Bonn und bekannt durch Fernsehauftritte in „7Tage, 7Köpfe“, den „Mitternachtsspitzen“ oder „Zimmer frei“. In Gieleroth präsentierte sie Ausschnitte aus ihrem neuen Programm „Gerade noch mal gutgegangen“. Die humorvolle Betrachtung der kleinen und großen Beschwernisse des Alltags amüsierte das Publikum prächtig.
Nach einer guten Stunde herzhaften Lachens war man sich einig: „Anka Zink live, in Farbe und persönlich ist ein Erlebnis.“
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